GA4 Berichte erstellen: Schritt-für-Schritt-Anleitung für Einsteiger
Google Analytics 4 bietet eine Fülle an Daten – aber wo genau findest du Berichte, und wie erstellst du eigene? Diese Anleitung führt dich Schritt für Schritt durch die wichtigsten Berichtstypen: von den vorgefertigten Standardberichten bis zu individuellen Auswertungen im Explorer. Kein Vorwissen nötig.
Warum GA4-Berichte viele Einsteiger überfordern
Wer zum ersten Mal Google Analytics 4 öffnet, sieht sich einer Oberfläche gegenüber, die auf den ersten Blick wenig selbsterklärend ist. Die Navigation unterscheidet sich stark vom alten Universal Analytics, und Begriffe wie „Explorations“, „Dimensionen“ oder „Segmente“ tauchen auf, ohne dass sofort klar wird, was damit gemeint ist.
Das Gute: Die Grundlogik hinter GA4-Berichten ist einfacher als es aussieht. Es gibt zwei Bereiche, die du kennen musst – und dieser Artikel erklärt beide.
Die zwei Bereiche für Berichte in GA4
GA4 trennt Berichte in zwei grundlegende Bereiche, die du in der linken Navigationsleiste findest:
Berichte
Vorgefertigte Standardberichte, die Google automatisch befüllt. Hier findest du Traffic-Quellen, Nutzerverhalten, Conversions und mehr. Ideal für einen schnellen Überblick.
Explore (Explorations)
Dein Werkzeug für individuelle Auswertungen. Hier kannst du selbst Dimensionen, Metriken und Visualisierungen wählen. Deutlich flexibler – aber auch komplexer.
Schritt 1: Standardberichte lesen und anpassen
Klicke in der linken Navigation auf Berichte. Du siehst mehrere Kategorien:
- →Überblick – eine Zusammenfassung aller wichtigen Kennzahlen
- →Akquisition – woher kommen deine Nutzer?
- →Interaktion – welche Seiten und Inhalte werden genutzt?
- →Monetarisierung – Käufe und Umsätze (für E-Commerce)
- →Bindung – wie oft kommen Nutzer zurück?
Jeden Bericht kannst du oben rechts nach Zeitraum filtern – von „letzte 7 Tage“ bis zu einem benutzerdefinierten Datum. Das ist alles, was du für den Einstieg brauchst.
Schritt 2: Eine eigene Exploration erstellen
Wenn du über die Standardberichte hinausgehen willst, ist der Explore-Bereich dein nächster Schritt. So legst du eine neue Exploration an:
Explore öffnen
Klicke in der linken Navigation auf „Explore“. Du siehst eine Übersicht deiner bisherigen Explorationen und Vorlagen.
Neue Exploration starten
Klicke auf das „+“-Symbol oder wähle eine der Vorlagen (z. B. „Freihandanalyse“ für einen einfachen Start).
Dimensionen wählen
Dimensionen sind die Eigenschaften, nach denen du aufteilen möchtest – zum Beispiel „Seite“ oder „Land“. Klicke auf „Dimensionen hinzufügen“ und wähle aus der Liste.
Metriken wählen
Metriken sind die Zahlen, die du messen willst – zum Beispiel „Aktive Nutzer“ oder „Sitzungen“. Klicke auf „Metriken hinzufügen“.
Bericht aufbauen
Ziehe deine gewählten Dimensionen und Metriken per Drag-and-drop in die Zeilen und Werte des Berichts. Das Ergebnis erscheint sofort.
Schritt 3: Den richtigen Berichtstyp wählen
Wenn du eine neue Exploration erstellst, kannst du zwischen verschiedenen Visualisierungstypen wählen. Hier sind die wichtigsten für den Einstieg:
Freihandanalyse
Am häufigsten genutztEine flexible Tabelle, in der du Zeilen, Spalten und Werte selbst bestimmst. Ideal für fast alle Standardauswertungen.
Trichteranalyse
Für Conversion-PfadeZeigt, wie viele Nutzer einzelne Schritte eines Prozesses durchlaufen – zum Beispiel von der Produktseite bis zum Kauf. Besonders nützlich für E-Commerce.
Pfadanalyse
Für NutzerverhaltenVisualisiert, welche Seiten Nutzer vor oder nach einer bestimmten Seite aufrufen. Gut, um Navigationsprobleme zu entdecken.
Segmentüberschneidung
Für ZielgruppenZeigt, wie sich verschiedene Nutzergruppen überlappen – zum Beispiel Nutzer aus der organischen Suche, die auch eine Conversion abgeschlossen haben.
Für den Anfang reicht die Freihandanalyse für 90 % aller Auswertungen aus. Die anderen Typen lernst du kennen, wenn du spezifischere Fragen hast.
Häufige Anfängerfehler beim Erstellen von Berichten
✗ Zu viele Dimensionen auf einmal
Lösung: Beginne mit einer einzigen Dimension. Mehr Dimensionen machen den Bericht schnell unübersichtlich und schwer interpretierbar.
✗ Falschen Zeitraum gewählt
Lösung: Prüfe immer den aktiven Zeitraum, bevor du Schlüsse ziehst. GA4 zeigt standardmäßig oft die letzten 28 Tage – das ist nicht immer das, was du brauchst.
✗ Sampled Data ignoriert
Lösung: Bei großen Zeiträumen oder vielen Dimensionen zeigt GA4 manchmal nur eine Stichprobe der Daten. Ein Hinweis dazu erscheint oben rechts im Bericht. Kürze den Zeitraum, um echte Daten zu sehen.
✗ Exploration nicht geteilt
Lösung: Explorationen werden automatisch gespeichert, sind aber nur für dich sichtbar. Wenn du einen Bericht teilen möchtest, musst du ihn explizit exportieren oder über die Teilen-Funktion freigeben.
Berichte noch schneller mit KI-Unterstützung
Auch wenn du die Schritte oben kennst, kostet das manuelle Erstellen von Berichten Zeit – und du musst wissen, welche Dimensionen und Metriken du brauchst. Ein KI-Assistent nimmt dir genau das ab: Du beschreibst in normaler Sprache, was du sehen möchtest, und der Assistent übersetzt das automatisch in eine GA4-Auswertung.
Statt fünf Minuten im Explorer zu navigieren, fragst du einfach: „Welche Seiten haben letzte Woche die meisten Nutzer angezogen?“ – und bekommst das Ergebnis als fertigen Bericht, direkt mit Diagramm.
Fazit
GA4-Berichte zu erstellen ist kein Hexenwerk – es braucht nur etwas Orientierung am Anfang. Die Standardberichte geben dir schnell einen Überblick, und der Explorer ermöglicht dir individuelle Auswertungen, sobald du gezielteren Bedarf hast. Wer die Grundprinzipien versteht – Dimensionen, Metriken, Zeitraum – kann in GA4 praktisch jede Frage beantworten, die seine Website aufwirft.
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